Greyhound Hunderasse

In Großbritannien gilt der Greyhound als eine von der FCI anerkannte Hunderasse, die zuden Windhunden gehört. Greyhounds wurden hauptsächlich als Jagdhunde gezüchtet, um Hirsche, Füchse und Hasen zu verfolgen. Schließlich können Greyhounds Geschwindigkeiten von bis zu 73 km/h erreichen und gelten als die schnellsten Hunde der Welt. Sie haben sich auch einen Namen als Rennhunde gemacht und werden auch heutzutage immer noch im Rennsport eingesetzt. Sie nehmen auch an der Hetzjagd teil, sowie an vielen anderen Sportarten. Greyhounds sind agil und gehorsam, weshalb ihre süße und milde Natur bei Menschen sehr beliebt ist.

Top Eigenschaften

  • Sie dürfen einem Greyhound nie erlauben, von der Leine zu laufen, da sie einen besonders stark ausgeprägten Jagdinstinkt nach Beute haben.
  • Greyhounds könnten unter Umständen schüchtern werden und Probleme damit haben, sich an der Umgebung und an Änderungen im Zeitplan anzupassen, soweit sie nicht entsprechend sozialisiert wurden. Deshalb empfiehlt sich den Hund rechtzeitig mit verschiedenen Menschen, Orten und Situationen kennenzulernen und somit auf dasLeben vorzubereiten.
  • Greyhounds können in der Regel keine niedrigen Temperaturen ertragen, da sie ein sehr dünnes Fellbesitzen.
  • Der Greyhound passt sich an das häusliche Leben wunderbar an.
  • In der Regel sind sie sehr liebevoll zu ihremVolk und gelten allgemein als eine liebevolle Rasse.

Geschichte

Diese alte Rasse ist im Nahen Osten und in Nordafrika entstanden und hat bis zum heutigen Tag Bewunderung vieler verschiedener Kulturen gewonnen. Schon die alten Griechen haben den Greyhound erwähnt, die Ägypter haben ihn in ihrer Kunst dargestellt, während römische Dichter ihn gelobt haben. Das ist übrigens die einzige Hunderasse, die auch in der Bibel erwähnt wurde. Während des finsteren Mittelalters fanden die Greyhounds ihren Weg nach Europa und wurden schon damals für ihre Jagdtapferkeit respektiert. Ihre Popularität setzte sich in England fort, wo sie für Rennen und Hetzjagd verwendet wurden. Spanische Entdecker und britische Kolonisten brachten diese Hunderasse auch nach Amerika. Sie wurden für die Jagd auf Kojoten und Kaninchen eingesetzt, das war aber auch eine der ersten Hunderassen, die in amerikanischen Hundeausstellungen gezeigt wurde. Bereits im Jahre 1885 wurde diese Hunderasse vom AmericanKennel Club anerkannt. Im nächsten Jahr fand auch das erste offizielle Rennen statt. Bis zum heutigen Tag sind die Greyhound-Rennen weiterhin in vielen Staaten beliebt geblieben.

Rasse Merkmale

Größe

Der Greyhound ist in der Regel ein schlanker und sehr athletischer Hund. In dieser Hunderasse gibt es zwei Arten, die in ihrer Größe etwas variieren. So gibt es die etwas kleineren „Racing Greyhounds“, die in der Regel 63-74 cm groß werden und die sogenannten „Show Greyhounds“, die eine Größe von 66-76 cm erreichen. In beiden Fällen liegen die Männchen üblicherweise zwischen 30 und 38 kg, wobei Weibchen zwischen 23 und 30 kg wiegen.

Persönlichkeit

Greyhounds haben ein wunderbares Temperament: Sie sind freundlich und nur in seltensten Fällen aggressiv. Zudem sind sie intelligent und unabhängig – in vielerlei Hinsicht sogar katzenartig. Da sie auch eine sensible Seite haben, reagieren Sie schnell auf Spannungen im Haushalt. Ihr Temperament wird durch eine ganze Reihe an Faktoren beeinflusst, darunter Vererbung, Sozialisation und Ausbildung. Greyhound Welpen sind neugierig und verspielt. Sie trauen sich denMenschen zu nähern und brauchen genau aus diesem Grund eine frühzeitige Sozialisation mit verschiedenen Klängen, Erfahrungen, Menschen und Sehenswürdigkeiten. Eine rechtzeitige Sozialisation soll Ihnen gewährleisten, dass Ihr Welpe als gut abgerundeter Hund aufwächst und sich später ganz nach Ihren Erwartungen benimmt.

Fellfarben und Fellpflege

Greyhounds besitzen ein sehr glattes und in der Regel kurzes Fell, dass äußerst leicht zupflegen ist. Trotz ihres Namens (engl. grey = grau) können sie nahezu jede Fellfarbe haben und dabei verschiedene Schattierungen aufweisen. Für die Fellpflege empfiehlt es sich den Hund täglich zu bürsten, um das Fell auf einem bemerkenswerten Niveau zu halten. Diese Hunderasse liebt es auch, mit einer Gummibürste massiert zu werden. Damit das Fell gut riechend und sauber gehalten wird, empfiehlt es sich beim Baden ein trockenes Hundeshampoo zu verwenden. Die Ohren sollten mit einem feuchten Wattebausch regelmäßig gereinigt werden. Stecken Sie aber niemals etwas in den Gehörgang rein, um diesen zu einigen. Auch die Zähne bedürfen der sorgfältigsten Pflege, denn diese Rasse neigt allgemein dazu, eine relativ schlechte zahnärztliche Gesundheit zu haben. Aus diesem Grund ist regelmäßiges Bürsten der Zähne ein Muss, um einen frischen Atem zu schaffen und den hässlichen Zahnstein zu bekämpfen. Mindestens ein oder zwei Mal im Monat sollen auch die Nägel geschnitten werden. Wenn Sie sich damit nicht bestens auskennen, ist es auf jeden Fall besser einen Tierarzt oder Groomer zu besuchen.

Auf diese Weise vermeiden Sie Blutungen, die beim Schneiden von Zehen-Nägeln versehentlich verursacht werden, da sich in den Nägeln Blutgefäße befinden. Mindestens einmal wöchentlich sollen auch die Ohren auf Rötung oder einen schlechten Geruch untersucht werden. Wegen einer leichteren Pflege ist es durchaus empfehlenswert, den Greyhound schon während er ein Welpe ist daran zu gewöhnen, untersucht und gebürstet zu werden. Die Pfoten müssen regelmäßig behandelt werden, da Hunde über die Füße sehr empfindlich sind. Belohnen Sie und loben Sie Ihren Hund regelmäßig, wodurch die Grundlagen für eine einfache Veterinärprüfung und Behandlung im erwachsenen Alter leichter aufgebaut werden.

Gesundheit und mögliche Probleme

Obwohl Greyhounds üblicherweise sehr gesund sind, sind sie für bestimmte gesundheitliche Bedingungen auch ziemlich anfällig. Um das Risiko einer möglichen Krankheit zu mindern, empfiehlt es sich einen guten und geprüften Züchter zu finden. Verlangen Sie auch einen Beweis, dass der Hund auf bestimmte Erkrankungen getestet wurde.

Bekannte gesundheitliche Probleme

Anästhesie Sensitivität: Gege einige Medikamente wie z. B.Anästhesie, sind Greyhounds äußerst empfindlich. Eine herkömmliche Anästhesie-Dosis für den Hund, könnte für den Greyhound sogar tödlich sein. Die Ursache dafür ist vermutlich der geringe Prozentsatz an Körperfett.

Hypothyreose: Für diese Krankheit sorgt ein niedriges Niveau an Hormonen, die von der Schilddrüse produziert werden. Einige Anzeichen dieser Krankheit könnten unter anderem die Unfruchtbarkeit, Fettleibigkeit, Lethargie, geistige Dumpfheit, herabhängende Augenlider, und unregelmäßige Hitzeschwankungen sein. Das Fell wird grob, spröde und beginnt abzufallen, während die Haut zäh und dunkel wird.

Osteosarkom: Für diesen aggressiven Knochenkrebs ist die Lahmheit oft ein erstes Zeichen. Es sind aber auf jeden Fall Röntgenstrahlen notwendig, um festzustellen, ob es sich um einen Krebs handelt.

Magentorsion: Sogenannte Magenverdrehungen werden durch den plötzlichen Zustrom von Luft und Gas im Magen verursacht. Das kann dazu führen, dass sich der Magen beim Hund aufweitet und sogar verdreht, was tödlich enden kann. Bei einer rechtzeitigen Intervention kann die Magentorsion allerdings chirurgisch behandelt werden.

Fütterung und Pflege

Bei der Fütterung liegt die empfohlene Tagesmenge für Männchen bei 2,5 bis 4 Tassentrockener und hochwertiger Lebensmittel – aufgeteilt in zwei Mahlzeiten. Für Weibchen beträgt die Dosis 1,5 bis 3 Tassen. Wieviel Ihr Hund täglich essen soll, hängt allerdings von zahlreichen Faktoren ab, darunter: Aktivität, Stoffwechsels, Alter, Aufbau und Größe. Nicht alle Hunde benötigen also die gleiche Nahrungsmenge. Dabei macht auch die Qualität des Hundefutters einen wesentlichen Unterschied aus: Je besser das Futter ist, umso weniger müssen Sie in die Schüssel schütten – und umgekehrt.

Auf jeden Fall ist es sehr wichtig, die Nahrung in zwei Mahlzeiten aufzuteilen und niemalseine Mahlzeit zu überspringen. Obwohl Greyhounds eher einen niedrigen Energielevel haben, brauchen sie dennoch einen täglichen Spaziergang. Damit sie sich nicht langweilen und mit der Zeit destruktives Verhalten aufzeigen, müssen sie regelmäßig ausgeübt werden. Bei Spaziergängen muss der Greyhound selbstverständlich immer an der Leine gehalten werden, da er einen starken Antrieb hat, Beute zu jagen.

Verträglichkeit mit Kindern und anderen Rassen

Der Greyhound ist sehr geduldig und auch dafür bekannt, dass er mit Kleinkindern sorgsam umgeht. Die Kinder sollen allerdings belehrt werden, wie sie sich dem Hund nähern sollen und wo sie ihn berühren dürfen. Sämtliche Interaktionen zwischen Kindern und Hunden müssen überwacht werden, damit beispielsweise ein Ziehen am Ohr oder das Beißen am Schwanz verhindert wird. Belehren Sie Ihr Kind, dass es sich dem Hund nicht nähern darf, während er isst oder schläft. Kleinkinder dürfen nie unbeaufsichtigt mit dem Hund alleine gelassen werden, ganz egal wie freundlich der Hund ist.

Der Greyhound zeigt allgemein eine gute Verträglichkeit und Interaktion mit anderen Hunderassen und Tieren. Dennoch können Katzen, kleinere Hunde oder andere Haustiere als Beute betrachtet werden – vor allem wenn sie von ihm weglaufen. Das ist eine individuelle Sache, denn einige Greyhounds haben einen niedrigeren Beuteantrieb als andere. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, den Hund immer im Auge zubehalten, denn der Instinkt ist manchmal stärker als das Training. Trainieren Sie Ihren Greyhound regelmäßig, damit er nicht übergewichtig wird. Als Besitzer müssen Sie dabei sehr selbstbewusst und konsistent sein. Vergessen Sie nicht, Ihren Greyhound regelmäßig verschiedenen Menschen, Orten und Situationen auszusetzen, damit der Sozialisierungsprozess erfolgreich durchgeführt wird.

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